Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums des Innern des Landes Brandenburg und des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg

Elektronischer Bürgerservice 'Maerker' siegt beim bundesweiten E-Government-Wettbewerb

Speer: Erfreuliches Beispiel für Verwaltungstransparenz und Bürgernutzen

(Berlin/Potsdam)

Der von Innenministerium und Brandenburgs Städte- und Gemeindebund initiierte elektronische Bürgerservice ‚Maerker Brandenburg’ ist in diesem Jahr das bundesweit „innovativste eGovernment-Projekt für gesellschaftliche Lösungen“. Die Projektverantwortlichen wurden heute in Berlin für den Sieg von ‚Maerker’ in der entsprechenden Kategorie des 10. E-Government-Wettbewerbs für Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen geehrt, der von den IT-Firmen BearingPoint und Cisco ausgerichtet wird. Schirmherr des Wettbewerbs ist Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Mit ‚Maerker’ können Bürger seit einem Jahr in den inzwischen 26 teilnehmenden brandenburgischen Kommunen per Mausklick auf Ordnungsmängel aufmerksam machen und deren Abstellung verfolgen. Über 2.300 Maerker-Hinweise gingen so bisher über das Internet bei den beteiligten Kommunen ein. Innenminister Rainer Speer beglückwünschte die Macher von Maerker zu Ihrer Idee und deren engagierter Umsetzung: „Maerker zeigt,  worauf es ankommt: Der Bürgerkontakt muss einfacher werden, Verwaltungsarbeit transparenter, aber auch verlässlicher und die Ergebnisse für jeden sichtbarer. Das alles bietet in erfreulichem Maße ‚Maerker’.“  Hier zeige die Kommune, dass sie sich um die örtlichen Ärgernisse der Bürger kümmere. Sei ist gleichzeitig unbürokratisch Vermittler, wenn einmal jemand anders zuständig ist.

Die Beteiligungsplattform Maerker Brandenburg ging im Sommer 2009 zunächst mit drei Pilotkommunen in die Erprobung und fand schnell weitere Nutzer. Der Hintergrund: Auch besonders engagierte Ordnungsämter können nicht überall sein. Bürgerhinweise sind wichtig. Die werden - ob zu Schlagloch, defekter Straßenbeleuchtung oder vergessenem Müll -  gegebenenfalls mit Bild in das Internetportal eingestellt. Der Bürgermeister der Gemeinde verpflichtet sich, binnen drei Arbeitstagen das Problem in seiner Verwaltung prüfen und an die zuständige Stelle weiterleiten zu lassen. Jeder Bürger erhält auf seinen Hinweis auch eine Antwort, die in der Regel im Internet für alle Nutzer sichtbar ist. Eine Ampel zeigt zusätzlich den Problemlösungsstand optisch an.

Mit der heutigen Auszeichnung für Maerker gewinnt Brandenburg nach Erfolgen 2007 und 2009 bereits zum dritten Mal einen ersten Preis beim bundesweiten E-Government-Wettbewerb. Land und Kommunen hatten im Rahmen einer Gemeinschaftsinitiative vereinbart, im Bereich von E-Government eng zusammen zu arbeiten und dabei gemeinsame Modellprojekte zu realisieren. Maerker trägt auch bundesweit Modellcharakter, wovon Anfragen aus anderen Bundesländern zeugen, die ähnliche Lösungen für ihren Bereich einführen wollen. Von dort gibt es viel Lob für das Brandenburger Projekt.

Weg von der "Meckerecke" ist ‚Maerker’ bundesweit das erste Instrument der aktiven, elektronischen Mitwirkungsmöglichkeit der Bürger im Bereich Infrastrukturprobleme, so der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Karl-Ludwig Böttcher. Für Brandenburg erwartet er ein weiter zunehmendes Interesse für das noch junge Internetangebot. Der heutige Preis sei da Ansporn für weitere Aktivitäten. Bereits am 6. Oktober 2010 findet die nächste Maerker-Informationsveranstaltung im Rathaus Senftenberg statt. Hier können sich projekterfahrene und interessierte Kommunen in Workshops austauschen.

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