Mitteilungen 12/2011, Seite 376, Nr. 218

Verleihung des Stein-Hardenberg-Preises des Verbandes Kommunaler Wahlbeamter im Land Brandenburg an Waldemar Kleinschmidt, Oberbürgermeister a. D. und ehemaliger Präsident des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg

Auszüge aus der Laudatio des Präsidenten des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Herrn Bürgermeister Werner Große, anlässlich der Preisverleihung auf der Mitgliederversammlung des Verbandes Kommunaler Wahlbeamter am 16. November 2011.

"Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Kleinschmidt,

als Präsident des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg ist es mir eine große Ehre, die Laudatio zur Verleihung des Stein-Hardenberg-Preises an einen der verdientesten Kommunalpolitiker im Land Brandenburg halten zu dürfen. Mit dem Namen Waldemar Kleinschmidt verbindet sich nicht nur der Rückblick auf sein über 12jähriges Wirken als Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Cottbus, sondern auch auf mehr als die Hälfte der Geschichte des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg.

Hier ein kurzer Auszug aus der "kommunalpolitischen Geschichte" von Waldemar Kleinschmidt:

  • Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Cottbus von November 1989 bis 2002
  • Mitglied des Gründungsausschusses des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg durch Wahl der Gründungsversammlung am 27. Juni 1990 in Potsdam (Geburtsstunde unseres kommunalen Spitzenverbandes)
  • 19. September 1990 Erarbeitung der Verbandssatzung durch den Gründungsausschuss, Aufnahme der Mitgliedschaften in die Bundesverbände Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Städtetag.
  • 9. Oktober 1990 erste Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg in der neuen Landeshauptstadt Potsdam,
  • Wahl des Präsidiums aus 15 Mitgliedern und 15 Stellvertretern;
    einstimmige Wahl von Herrn Oberbürgermeister Waldemar Kleinschmidt zum ersten Präsidenten des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg
  • Präsident des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg von 1990 bis 2002
  • Mitglied in den Präsidien und Hauptausschüssen unserer Bundesverbände Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Städtetag im Zeitraum von 1991 bis 2002

Lieber Waldemar Kleinschmidt, liebe Gäste, Sie sehen also, in welch große Schuhe ich dann im Jahr 2002 mit meiner Wahl zum Präsidenten des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg gestiegen bin.
Eines kann und darf ich aber heute hier auch deutlich sagen: Für diese "Schuhe", lieber Waldemar Kleinschmidt, danke ich dir ganz herzlich.

Einen bedeutenden Höhepunkt in der Geschichte unseres Verbandes stellten die Sitzungen des Landesausschusses und des Präsidiums am 27. Mai 2002 dar:
Der scheidende Oberbürgermeister der Stadt Cottbus wurde nach 12jähriger Präsidentschaft an der Spitze unseres Verbandes würdevoll verabschiedet und Werner Große, Bürgermeister der Stadt Werder (Havel), einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt – "Große Schuhe …".

Waldemar Kleinschmidt beendete damit eine einzigartige Ära in der Kommunalpolitik der Bundesrepublik – er war nicht nur der dienstälteste Oberbürgermeister einer Stadt in den neuen Ländern, auch eine 12jährige kontinuierliche Präsidentschaft eines kommunalen Spitzenverbandes der Städte und Gemeinden gab bisher in keinem anderen Landesverband. Landesausschuss und Präsidium dankten Waldemar Kleinschmidt im Namen der gesamten kommunalen Familie. Er hatte sich als Präsident parteiübergreifend immer für die Belange der kommunalen Selbstverwaltung, nicht nur im Land Brandenburg, eingesetzt und sich bundesweit einen Namen gemacht, so als Mitglied der Präsidien und der Hauptausschüsse unserer Bundesverbände Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Städtetag.

Die heutige Würdigung durch die feierliche Verleihung des Stein-Hardenberg-Preises an Waldemar Kleinschmidt erfolgt für seine besonderen Verdienste um die Entwicklung der kommunalen Selbstverwaltung im Land Brandenburg."

Wir gratulieren herzlich, auch im Namen des gesamten Präsidiums und der Mitglieder des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg!

Az: 005-03