Arbeitsgemeinschaft Friedhofswesen

Arbeitsgemeinschaft Friedhofswesen des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg tagte am 14. März 2018 zum 20. Mal

Am 14. März 2018 trafen sich Friedhofsverwalter aus ganz Brandenburg in Potsdam, um über aktuelle Themen rund um das Bestattungsrecht und der Friedhofsverwaltung zu sprechen.

Die Arbeitsgemeinschaft gründete sich bereits in den 90ger Jahren und bespricht seitdem kontinuierlich wichtige Fragen der Friedhofsverwaltung.

Der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Jens Graf, dankte in seinem Grußwort den Teilnehmern für ihre Arbeit und betonte den Stellenwert des Friedhofswesens für die Bürgerinnen und Bürger der Städte und Gemeinden und damit für die örtliche Gemeinschaft. Er ermunterte die Anwesenden ihre Arbeit stärker in der Öffentlichkeit zu dokumentieren, um noch stärker sichtbar zu machen, welche vielfältigen Aufgaben kommunale Selbstverwaltung meistert.

Im Fokus der Tagung stand insbesondere die Novelle des Brandenburgischen Bestattungsgesetzes. Der hierzu geführte Meinungsaustausch diente der Vorbereitung der im April geplanten Anhörung zu dem Gesetzentwurf im Brandenburger Landtag. Weitere Themen waren muslimische Bestattungen, „Sternenkinder“ und der Umgang mit Mausoleen. Praktische Anschauung gab es am Nachmittag bei der Besichtigung des „Neuen Friedhofs“ in Potsdam. Bei dem informativen Rundgang, welcher vom Leiter der Potsdamer Friedhofsverwaltung, Gunther Butzmann, geführt wurde, konnten u.a. der „Garten der Erinnerung“ und ein muslimisches Grabfeld besichtigt werden. Das nächste Treffen der AG Friedhofswesen ist im Herbst 2018 vorgesehen.

download mit Foto

Einladung zur 19. Sitzung in Potsdam

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft treffen sich am 17. Oktober 2012, ab 9:30 Uhr, in Potsdam zur 19. Sitzung.

Hauptschwerpunkt der Sitzung wird das Gebührenrecht sein. Als Referent konnte Herr Kluge, Vorsitzender Richter am VG Cottbus, Mitautor des Kommentars: Kommunalabgabengesetz für das Land Brandenburg, gewonnen werden. Entsprechende Fragestellungen können bis zum 28. September 2012 per E-Mail an mail(at)stgb-brandenburg.de übermittelt werden.

Am Nachmittag des 17. Oktober 2012 ist die Besichtigung des Sternengrabfeldes und des Gartens der Erinnerung auf dem Neuen Friedhof Potsdam geplant.

download der Einladung

23.05.2007, Bericht von der 10. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Friedhofswesen

Zentrales Thema der 10. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Friedhofswesen am 23. Mai 2007 in der Stadt Luckenwalde war die Friedhofsentwicklungsplanung in den Städten und Gemeinden im Land Brandenburg.
Viele Städte und Gemeinden verfügen über Friedhofsflächen, die den Bedarf an Bestattungsflächen übersteigen. Wie können Friedhöfe in Zukunft unterhalten werden? Ist eine Kooperation mit Kirchgemeinden erforderlich? Wie kann die Friedhofsfläche verringert werden? Sind Friedhöfe zu schließen?
Vor dem Hintergrund einer Tendenz zu Bestattungsformen, die sich vor allem durch einen geringen Pflegeaufwand für das Grab auszeichnen und vor dem Hintergrund einer in weiten Teilen des Landes Brandenburg abnehmenden Bevölkerungszahl, stellen sich die oben genannten Fragen für viele Städte und Gemeinden im Land Brandenburg.
Gäste der 10. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Friedhofswesen waren Frau Rubel und Frau Wünnecke von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung der Stadt Berlin mit einem Vortrag über den Friedhofsentwicklungsplan der Stadt Berlin und Frau Scheiper und Frau Kammer aus dem Ministerium des Innern des Landes Brandenburg.
Der Vortrag zum Friedhofsentwicklungsplan der Stadt Berlin gab den Aufschluss über die Vorgehensweise zur Ermittlung des tatsächlichen Bedarfs an Bestattungsfläche und über den zwischen den beteiligten kirchlichen und kommunalen Friedhofsträgern gefundenen politischen Kompromiss. An den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion über Friedhofentwicklungsplanungen in den Gemeinden im Land Brandenburg an.
Das Brandenburgische Bestattungsgesetz vom 07. November 2001 enthält keine Pflicht der Gemeinden, einen Friedhofsentwicklungsplan aufzustellen. Dennoch ist es für die Gemeinden als Friedhofsträger aufgrund des Verhältnisses zwischen tatsächlich vorhandener – und oftmals zu großer - Bestattungsfläche und dem örtlich zu ermittelnden Bedarf an Bestattungsfläche erforderlich, grundsätzliche Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Da die Mindestruhezeiten für Erdbestattungen 20 Jahre und für Urnenbestattungen 15 Jahre betragen (§ 32 Abs. 1 BbgBestG), führen beispielsweise Schließungen von Friedhöfen nicht ad hoc spürbar zu einem geringeren Verwaltungsaufwand. Denn der Friedhof muss bis zum Ablauf der Mindestruhezeit der letzten Bestattung geöffnet bleiben. Pflegemaßnahmen und Verkehrssicherungspflichten nehmen hierdurch erst nach langer Zeit ab.
Für die Diskussion in den Gemeindevertretungen ist es deshalb wichtig darzustellen, wie sich der heutige und künftige Bedarf an Bestattungsflächen in einer Gemeinde darstellt. Hierfür kann ein Friedhofsentwicklungsplan eine gute Hilfestellung geben. Es empfiehlt sich, die kirchlichen Friedhofsträger bei der Erarbeitung eines Friedhofsentwicklungsplanes einzubeziehen.

Den Vortrag zum Friedhofsentwicklungsplan der Stadt Berlin finden Sie hier. Den gesamten Friedhofsentwicklungsplan können Sie den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung der Stadt Berlin entnehmen.